Unsere Sehenswürdigkeiten und Highlights in Ostfriesland
WattenmeerMühlen
Museen, Schlösser, Burgen und Kirchen
Erlebnisbad Ocean Wave
Seehundaufzucht in Norddeich
Woldenhof in Wiegboldsbur
Ostfriesische Teezeremonie
Klootschießen
Bosseln
Das Otto Huus
Leuchttürme
Sehenswürdigkeiten in Ostfriesland
Entdecken Sie die verschiedensten Aspekte einer faszinierenden Region! Besuchen Sie die Sehenswürdigkeiten Ostfrieslands. Zu den hier aufgeführten Sehenswürdigkeiten und Highlights lohnt sich auf jeden Fall ein kleiner oder auch größerer Besuch. Für noch mehr Inspiration besuchen Sie auch unsere Ostfriesland Bilder.
Wattenmeer
Das Wattenmeer entstand in erster Linie durch den Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit. Es steht unter starkem Einfluss der Gezeiten. Die wellenbrechende Wirkung der vorgelagerten Friesischen Inseln sowie dem flachen Abfall der Küste unterstützen diesen Prozess. Durch das häufige Einbrechen des Meeres in das Land entstanden Flachwasserzonen. Diesen bei Ebbe freiliegenden Grund des Meeres bezeichnet man als Watt. Das Watt ist von Tideströmen, den Prielen durchzogen, durch die das Wasser zweimal täglich aufläuft und wieder abläuft. Die trockenen Flächen bei Niedrigwasser bezeichnet man als Watt. Große Teile des Wattenmeers sind mittlerweile zum Nationalpark erklärt worden.
Der Meeresboden verfügt bei einem Wattenmeer über ein geringes Gefälle, dabei weist der Höhenunterschied weniger als 1m auf einer Länge von 1km auf. Der Unterschied des Wasserstandes zwischen Hoch- und Niedrigwasser beträgt mindestens 2m.
Foto: Wattenmeer © Dierk Schaefer |FLICKR
Mühlen
Die erste Windmühle drehte sich im Jahr 1424 in Esens, Ostfriesland. Um 1900 besaß jedes Dorf wie z.B. Accum mindestens eine Wind- oder Wassermühle. Stolze 174 Mühlen drehten ihre Flügel mit dem Windstrom. Knapp die Hälfte dieser Mühlen sind heute noch erhalten. Freilich sind nur noch wenige alte Mühlen funktionsfähig. Die höchste Mühle ist die Auricher Stiftsmühle mit fünf Stockwerken. Sie wurde zwei Stockwerke höher gebaut als andere, weil sie von Häusern umgeben war und durch die Erhöhung der Wind optimaler genutzt werden konnte. Allerdings dienen wenige Mühlen heute noch dem ursprünglichen Zweck. Heute wird nur noch selten das Korn gemahlen oder das Wasser geschöpft. Lediglich in Krummhörn-Greetsiel, Großefehn-Spetzerfehn, Friedeburg-Horsten und Zetel-Ruttel sind noch echte Müller am Werk.
Ostfriesische Windmühlen sind eine gut besuchte Attraktion. Einige Mühlen wurden zu Museen ausgebaut und wenn sie nicht mehr funktionieren, dienen sie als Bildergalerien, Cafés und sogar als Standesämter. Zu einem Urlaub in Ostfriesland gehört auf jeden Fall der Besuch dieser historischen Bauwerke, um Land und Leute kennen zu lernen. Eine Fahrt durchs Windland Ostfriesland ist eine interessante Bildungsreise quer durch die Technik-Vergangenheit dieser Region.
Foto: MühleVrouwJohannaEmden.jpg © Wolfgang Redlich |WIKIMEDIA COMMONS
Museen, Schlösser, Burgen und Kirchen
Die zahlreichen Museen der ostfriesischen Halbinsel laden zu Entdeckungsreisen in die Natur- und Kulturgeschichte ein. Holen Sie sich Anregungen über die Marine im Deutschen Marinemuseum in Wilhelmshaven oder lernen Sie Ostfriesland im Heimatmuseum auf Borkum oder im Ostfriesischen Landesmuseum in Emden näher kennen.
Die zahlreichen Burgen und Schlösser wurden Mitte des 14. Jahrhunderts durch die Herrschaft von Häuptlingen (später Grafen und Fürsten) zur Festigung ihrer Macht erbaut. Tauchen Sie in die friesische Geschichte ein, lernen Sie die Tradition und Kultur kennen und gehen Sie auf Spurensuche hinter Backsteinmauern und Wassergräben. Das Besondere: Hinter so manchen historischen Gemäuern leben noch Nachfahren des alten Adelsgeschlechts.
Besuchen Sie das Schloss Evenburg in Leer oder das Schloss Gödens und fühlen Sie sich in alte Zeiten zurück versetzt. Ostfrieslands große Kostbarkeiten sind die mittelalterlichen Kirchen, wie die Deichkirche in Carolinensiel oder die Johannes der Täufer Kirche in Südbrookmerland. Sie faszinieren durch ihre alte Bauweise und vermitteln jedem Besucher ein romantisches Flair in Ostfriesland.
Foto: Wasserschloss Gödens.jpg © Ref-lit |WIKIMEDIA COMMONS
Erlebnisbad Ocean Wave
Normal ist in diesem Erlebnisbad in Ostfriesland nichts. Begegnen Sie schon am Eingang dem Empfangschef, dem Krabbenkutter-Oldie. Beobachten Sie danach, wie die riesigen Steinquader – sogenannte „Sprudelsteine“ auf dem Wasser Ballett tanzen. An 365 Tagen im Jahr herrschen hier sommerliche Temperaturen. Der 942 Quadratmeter große Wellenpark in Norden-Norddeich garantiert einen abwechslungsreichen Tag für Groß und Klein. Dabei kommen Spaß, Sport, Wellness, Spiel und Erholung nicht zu kurz. Das Ocean Wave ist sehr großräumig angelegt und man fühlt sich wie ein Passagier erster Klasse.
Im großen Meerwasserbecken können Sie sich in den hohen Wellen tummeln. Diese bilden sich langsam, kommen immer näher und brechen dann unter ihrer weißen Gischt zusammen. Und das bei 30 Grad Wassertemperatur. In der Saunalandschaft finden Sie Ruhe und Entspannung. Gehen Sie Einkaufen in einer der Ocean Wave Shops oder gönnen Sie sich eine Massage mit anschließender Kosmetikberatung. Tauchen Sie ein in die Erlebniswelt des Norddeicher Wellenparks Ocean Wave in Ostfriesland. Buchen Sie hier Unterkünfte in Timmel, um in der Nähe des Erlebnisbads zu übernachten.
Seehundaufzucht in Norddeich
Die Aufzuchtstation im Nationalpark-Haus betreut Meeressäuger im Norden und ist staatlich anerkannt. Im Jahr werden hier ungefähr 30 bis 80 verwaiste Seehunde oder auch Kegelrobben aufgezogen um sie danach wieder in die Nordsee zurückzubringen. Die Station genießt als Biosphärenreservat und Weltnaturerbe besonderen Schutz und ist für das gesamte niedersächsische Wattenmeer zuständig. Über 50 ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen die Arbeit der Seehundstation. Die Mitarbeiter sind zum Teil Wattenjagsaufseher entlang der niedersächsischen Küste und auf den Ostfriesischen Inseln. Es gibt drei Tierpfleger, einen Auszubildenden zur Zootierpflege, einige Zivildienstleistende sowie fast 20 Praktikanten. All diese Personen versorgen die jährlich aufgefundenen Meeressäuger unter ständiger tierärztlicher Betreuung.
Es gibt drei wesentliche Aufgabenbereiche der Seehundstation: Die Aufzucht und der Schutz der Seehunde, das Erforschen der Seehunde und die Öffentlichkeitsarbeit. Jedoch ist die Hauptaufgabe natürlich die Aufzucht der mutterlosen Seehunde. Danach werden sie ausgewildert und markiert. Die Seehunde müssen regelmäßig gezählt werden um die Bestände zu überwachen. Auch der Schutz des Lebensraumes der Seehunde gehört zu den täglichen Aufgaben.
Foto: Seehund © Winkelbohrer |FLICKR
Woldenhof in Wiegboldsbur
Der Woldenhof ist eine vom NABU Niedersachsen erbaute Einrichtung für Umweltbildung und Naturschutzarbeit im Herzen Ostfrieslands. Der Woldenhof ist der erste Schulbauernhof in Niedersachsen. Der Hof liegt in einer üppigen Kulturlandschaft und ist von Hoch- und Niedermooren und Vogelschutzgebieten umgeben. Rufe von Uferschnepfen und Kiebitzen verleihen der Landschaft von Ostfriesland die typische Stimmung. Den Schulbauernhof finden Sie in dem kleinen, zu den ältesten Ortschaften der Region zählenden, Dorf Wiegoldsbur. Das Dorf liegt ca. 15 km von der Seehafenstadt Emden entfernt. In der Umgebung finden Sie kulturelle Besonderheiten wie die nahe gelegene Holländer-Windmühle, eine alte Kirche oder die auf einer Geländererhöhung erbauten bäuerlichen Gehöfte.
All das gibt dem Dorf einen typischen ostfriesischen Charakter. Ein Ausflug zu Niedersachsens erstem Schulbauernhof „Woldenhof“ in Wiegboldsbur ist einfach ein Ereignis für die ganze Familie.
Foto: pig © ripperda |FLICKR
Ostfriesische Teezeremonie
Der Ostfriesentee ist eine Mischung aus weit über zehn unterschiedlichen Teesorten. Je mehr Teesorten enthalten sind, desto markentypischer wird dessen Geschmack. Der ostfriesische Tee wird sehr stark serviert; oftmals mit Kluntje und Sahne. Auch das Wasser ist sehr wichtig: echte Ostfriesen verreisen, so sagt man, nur mit einem Kanister Teewasser.
Ostfriesland ist bekannt für seinen Tee. Daher gibt es auch in Leer, im Norden Ostfrieslands, das einzige Spezialitätenmuseum zur Kulturgeschichte des Tees in Europa. In liebevoller Darstellung werden den Besuchern alle wichtigen Informationen zur Geschichte des Tees visualisiert. Dabei sollten Sie auf keinen Fall auf eine Teezeremonie verzichten.
Die wichtigsten Teesorten für die Ostfriesen sind aus Assam. Aber auch Tee aus Ceylon und Afrika sowie Sumatra-, Java- und Darjeelingsorten werden dazu gemischt.
Foto: Gemütlich und schön © Rolf |PIXELIO
Klootschießen
Friesensport
Das Klootschießen wird seit 400 bis 500 Jahren betrieben. Traditionell wird dieser Feldkampf auf überfrohrenen Weiden ausgetragen. Dabei wird eine 5,6 cm dicke, mit Blei ausgegossene Holzkugel mit einer blitzschnellen Armbewegung von einem Absprungbrett aus, hoch in die Luft geschleudert. Der Begriff „Kloot“ bedeutet Erdklumpen und kommt aus dem Niederdeutschen. Der bedeutendste Feldkampf ist der "Klootschießer-Feldkampf" zwischen Ostfriesland und Oldenburg, in dem die alte Rivalität sportlich ausgetragen wird. Aber auch einzelne Dörfer tragen Kämpfe aus. Wenn in einer Dorfgaststätte eine aufgehängte, geschmückte „Klootkugel“ von der Decke abgerissen wird, dann gilt die Herausforderung des Gegners als angenommen und der Wettkampf kann beginnen. Der Ostfriese Gerd Gerdes hat die Kugel zum Ersten Mal 1935 über die 100-Meter-Marke geschleudert. Die aktuelle Rekordweite mit 106,20 Metern hält Stefan Albarus aus dem Norden von Ostfriesland.
Foto: Klootschießerin.jpg © Columbus |WIKIMEDIA COMMONS
Bosseln
Bosseln ist Ostfrieslands Nationalsport und ähnelt, von der Wurftechnik, etwas dem Kegeln. Jedoch ist das Ziel nicht „alle 9“ umzuwerfen, sondern am weitesten die Kugel, aus Holz oder Gummi, zu werfen. Dabei hat die Kugel einen Durchmesser von neuen bis zwölf Zentimeter und muss mit voller Kraft über die Straße geworfen werden.
Spitzenkönner treiben die Boßelkugel 400 Meter weit. Von dem Punkt an, wo die Kugel zum Stehen kommt, muss sie vom Spieler weiter geworfen werden. Da die Mannschaft fünf Spieler hat, wird bei einem 2,5 stündigen Wettkampf manchmal eine Strecke von 10 km zurückgelegt. Straßen werden für diesen Tag abgesperrt und der Wettkampf wird von Zuschauern und Fans begleitet.
Foto: Bosseln.JPG © I. Hedtke |WIKIMEDIA COMMONS
Das Otto Huus
Am 1. August 1987 wurde das, direkt am Ratsdelft in Emden gelegene, Otto Huus eröffnet. Das Otto Huus ist eine Mischung aus Museum und Shop und ist bis in den letzten Winkel mit Ottifanten vollgestopft. Ein besonders großes Ottifanten-Exemplar springt dem Besucher gleich am Eingang ins Auge. Hier findet man alles über den berühmten Komödianten – von Kaugummi-Ottifanten bis Otto-Konfirmandenfotos.
Im ersten Stock des Hauses erfährt man jede Menge über seine bewegende Biografie. Im Otto Huus ertönt aus jeder Ecke Otto Walkes blödelnde Stimme. Ein strohblonder Hampelmann in Lebensgröße zeigt einem den Weg zum „Olymp“ des Hauses: Unter dem Dach wurde ein Kinosaal eingerichtet. Auf der Kinoleinwand jagt ein Sketch den anderen und es darf herzlich gelacht werden.
Foto: Otto-Huus.jpg © BBKurt |WIKIMEDIA COMMONS
Leuchttürme
Leuchttürme gibt es in Ostfriesland wie Sand am Meer. Und jeder Einzelne ist etwas Besonderes. Mit Leuchttürmen verbinden wir Ferne, Freiheit, Geborgenheit, Meeresrauschen, Träume, Tiefe…
Hinter jedem Turm steht eine eigene Geschichte zu den Menschen und dem Land. Diese Begebenheiten werden vereinzelt in Museen dargestellt. Verliebte Paare können sich in dem romantischen Flair einzelner Leuchttürme das „Ja“- Wort geben. Wie zum Beispiel in dem Leuchtturm Pilsum, welcher seinen Bekanntheitsgrad dem Ostfriesenfernsehfilm von Otto Waalkes verdankt.
Foto: Leuchtturm-Pilsum.jpg © Hein Mück |WIKIMEDIA COMMONS



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