Carolinensiel

Carolinensiel - Urlaub im Nordseebad


© Axel Schwenke / Flickr
Carolinensiel liegt in der Stadt Wittmund in Niedersachsen und wurde im Jahr 1730 gegründet.
Wie auch in der Gemeinde Neuharlingersiel wurde duch Eindeichung des Fischerdorfes Land gewonnen. Diese begann allerdings schon im Jahr 1617. Die Grundstücke wurden damals überregional zur Verteilung ausgeschrieben. Es meldeten sich jedoch nur Personen aus der näheren Umgebung, da sie die Vorstellung verbesserter ökonomischer Verhältnisse hegten. Die Entwicklung des Ortes erfolgte nach einem vorher festgelegten Plan. Am Hafen waren die Häuser alle einstöckig und im hinteren Bereich zweistöckig. Durch den Plan wurde die Verschmelzung von Hafen, Verkehrslinien, Deichnischen und Häuserzeilen ermöglicht. Der Ort erlebte gleich zu seiner Gründerzeit, durch seine gute Verkehrsanbindung, einen wirtschaftlichen Aufschwung. Somit geschah es, dass der Bebauungsplan ab dem Jahr 1758 nicht mehr eingehalten werden konnte und der Ort entlang der Hauptstraße von allein zu wachsen begann.

Heute lebt Carolinensiel vom Tourismus. Urlauber können eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten unternehmen. Auf den unzähligen Fahrradwegen können Besucher die Gegend erkunden. Auf keinen Fall sollte man sich eine Fahrt zu den Seehundbänken mit einem Fischkutter oder einen Tagesausflug zur Insel Wangerooge entgehen lassen. Kulturell hat Carolinensiel ebenfalls eine Menge zu bieten. Neben dem deutschen Sielhafenmuseum lassen sich einige andere berühmte Museen in der näheren Umgebung finden.

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Carolinensiel - Geschichte


© Axel Schwenke / Flickr
Im Jahr 1756 wurde vom Land Preußen ein Programm zur Neulandgewinnung vereinbart. Das hatte zur Folge, dass die Region eingedeicht wurde. Um den Ort nicht komplett vom Meer abzuschneiden, ließ man im Deich ein offenes Siel. Der Hafen in Carolinensiel hatte somit den Vorteil der Sturmflut- und Hochwassersicherheit. Er wurde zum bedeutendsten ostfriesischen Hafen. Im Jahr 1800 lebten in dem Ort 749 Personen. Es folgte eine erhöhte Ansiedlung von handwerklichen, gewerblichen und dienstleistungsorientierten Betrieben. Der Ort stagnierte erst unter der Fremdherrschaft Napoleons. Danach erholten sich der Handel und die Schifffahrt wieder, jedoch wanderten Handwerker und Arbeiter aus dem Ort ab.

Nachdem der Ort an Bedeutung verlor, widmete man sich der Fischerei. Das bedeutete einen sozialen Abstieg für die Bevölkerung. Im Jahr 1956 verlor der Ort endgültig seine Hafenfunktion und es gab einige Ansätze, in Carolinensiel den Fremdenverkehr wieder aufzubauen. Erst in den 1970ern begann man die bereits bestehenden Bauwerke als Grundlage für den Fremdenverkehr zu nutzen – und das funktioniert bis heute. Die Vielseitigkeit der Betriebe bleibt durch den Fremdenverkehr erhalten. Der Höhepunkt der Entwicklung wurde 1983 erreicht, als Carolinensiel als Nordseebad anerkannt wurde.